Marc Márquez: „Wir haben durch Stürze gelernt"
Der Fahrer Marc Márquez hat dem Team von Repsol ein Interview gegeben, zweifellos eines der interessantesten, denn der Moto2-Pilot lernt in rasantem Tempo die Mittelklasse kennen und ist zu einem der Favoriten geworden.
Außerdem ist der Katalane einer jener Fahrer, die aus ihren anfänglichen Fehlern lernen, und inzwischen ist er einer der gefährlichsten und stärksten Piloten der Moto2.
Im Folgenden könnt ihr das Interview sehen:
Nach der großartigen Vorsaison, die du hattest: Hast du einen Start in die WM erwartet, wie du ihn hingelegt hast?
Die Anpassung in der Vorsaison verlief besser, als wir erwartet hatten. Zu Beginn der Wettkampfsaison wollten wir nicht das Niveau der Tests halten, aber ich hätte auch nicht erwartet, mit drei Stürzen zu beginnen.
Das Positive ist, dass wir die Stürze hatten, als wir um die ersten Positionen kämpften. Wir wussten, dass früher oder später die Ergebnisse kommen würden, weil wir eine gute Arbeit machten und ein gutes Niveau hatten. Es fehlte nur ein einigermaßen ordentliches Wochenende ohne Stürze, und wir würden ein gutes Ergebnis erzielen.
Wie hast du es verkraftet, dass du zu Saisonbeginn im Training unter den Schnellsten der Klasse warst, nach den ersten drei Rennen aber noch keine Punkte geholt hattest?
Es war natürlich nicht leicht, und wir brauchten unsere Zeit, aber vor allem mit der Unterstützung des Teams, das mich beruhigte, wurde alles einfacher. Wir wussten, dass es unsere erste Saison war, dass wir lernen und die Fehler notieren mussten, damit sie sich nicht wiederholen. So haben wir es gemacht, und deshalb kamen die Ergebnisse.
Lernt man in der Moto2 durch Stürze?
Es gibt verschiedene Wege, in dieser Klasse zu lernen, und ich habe durch Stürze gelernt. So lernt man am meisten und am schnellsten.
Dagegen hast du seit Frankreich vier Siege und einen zweiten Platz in fünf Rennen. Was hat sich verändert? Was hast du gelernt, um diesen spektakulären Wandel zu schaffen?
Was sich verändert hat: Ich habe mehr Kilometer, kenne die Reaktionen des Motorrads besser, fühle mich darauf deutlich wohler und fange an, Spaß zu haben.
Außerdem kennen wir uns im Team besser. Santi [Hernández] und ich kennen uns viel besser und können uns viel besser verstehen. Das gesamte Paket hat sich eingespielt, und das hat dazu beigetragen, dass wir jetzt ein Team haben, das die Ergebnisse liefert, die wir uns vorgenommen hatten.
Was ist in der Moto2 wichtiger: ein gutes Renntempo oder eine gute Startposition?
Alles ist wichtig. Ein gutes Tempo, denn die Rennen sind lang und alles kann sich vom Anfang bis zum Ende ändern, aber auch eine gute Startposition ist sehr wichtig.
Im Zeittraining sind viele Fahrer unterwegs, und ohne es zu merken kannst du Zehnter oder Fünfzehnter sein. Das zwingt dich im Rennen zu einer zusätzlichen Anstrengung, die dich stark auslaugt, wenn du es bis in die Spitzengruppe schaffst.
Eines der Merkmale der Moto2 soll die große Ausgeglichenheit sein, aber am Ende haben zwei Fahrer die meisten Rennen gewonnen: Bradl und du, dazu Iannone, der eins gewonnen hat. Überrascht? Erwartest du, dass jemand anderes regelmäßig euer Niveau erreicht?
Ehrlich gesagt ja, ich dachte, es würde etwas mehr Abwechslung geben, aber Bradl zeigt eine große Konstanz, die ihm erlaubt, an der Spitze zu liegen. Wir dürfen nicht die Geduld verlieren und müssen Schritt für Schritt vorgehen. Da es unser erstes Jahr ist und so viele Fahrer mit sehr gutem Niveau um uns herum sind, ist es sehr wichtig, ruhig zu bleiben.
Ich denke, dass es in der restlichen Saison mehr verschiedene Sieger geben wird. Mehrere Fahrer können uns jederzeit überraschen: Luthi, De Angelis, Takahashi, Iannone, Aleix Espargaró oder Julián Simón, unter anderem.
Wie fällt deine Bilanz der ersten Saisonhälfte aus, und wie planst du die zweite?
Eine sehr positive Bilanz. Ich denke, dass wir uns den letzten Teil der ersten Meisterschaftshälfte merken sollten, denn wir haben ein gutes Niveau und einige Siege erreicht. Ich bin sehr zufrieden.
Die Nullrunden zu Saisonbeginn wirken sich jetzt natürlich aus, aber das gehört dazu: Es ist das erste Jahr, wir müssen uns daran gewöhnen und aus den Fehlern lernen, wie wir gezeigt haben, dass wir es können.
Pläne für die Urlaubswochen?
Ausruhen und Zeit mit der Familie und den Freunden verbringen. Ich werde versuchen abzuschalten, werde aber auch trainieren, um in Brünn hundertprozentig bereit zu sein.
Quelle | Repsol Media Service





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